Melanie Will Keibel Hörgeräte Kundenstimme 2

Total normal

Melanie Will, 44 Jahre alt, aus Lunestedt, hat sich rasend schnell an ihre Hörgeräte gewöhnt. Sie gehören für sie einfach dazu. Melanie Will trägt Widex Evoke 220, angepasst von Keibel Hörgeräte Loxstedt.

Frau Will, seit wann haben Sie Hörgeräte?

Im Februar habe ich die Testphase angefangen. Und die richtigen habe ich jetzt seit Ende April.

Wie kam es dazu, dass Sie meinten, Sie bräuchten welche?

Ich wusste schon immer, dass ich auf der linken Seite schwerer gehört habe. Und dann ist mir Anfang Januar auf der rechten Seite das Trommelfell geplatzt. Offensichtlich ist das links schon als Kind passiert…

Wie passiert denn sowas?

Diesmal durch eine Erkältung. Ich bekam auf der rechten Seite plötzlich fürchterliche Ohrenschmerzen und dann knallte es im Ohr und das Blut lief raus. Dann sind wir ins Krankenhaus gefahren. Nach vier Wochen war der Schmerz weg, aber es war, als hätte ich Wasser im Ohr.
Da bin ich zu meiner Ohrenärztin gefahren. Meine Innenohrmuscheln sind durch das Trommelfellplatzen kaputt. Die Ohrenärztin machte einen Hörtest und dann noch einen Sprachhörtest. Der ging los – und dann sagte sie plötzlich: „Fertig“. Ich sag also „Wie?“. Denn ich habe kein Wort verstanden. Auf der rechten Seite genauso. „Ja“, entschied sie, „Sie brauchen Hörgeräte“ – und hat mir die Verordnung gegeben.
Und dann hab ich gesucht. Ich wollte einen Akustiker in der Nähe haben. Also habe ich gegoogelt und bin auf Keibel in Loxstedt gekommen und habe einen Termin ausgemacht. Es ist in der Nähe, ich komme gut mit dem Zug hin, muss nicht lange fahren.

Und wie war der Termin?

Ich bin da hin und hab mich da sofort wohlgefühlt. Super lieb, kann ich nicht anders sagen. Alle herzlich und lassen sich Zeit. Sie gehen genau auf dich ein. Nicht unter Druck. Sie geben dir das Gefühl, dass du jemand bist, nicht nur Ware. Das war für mich das Wichtigste: dass ich mich wohl fühle, geborgen fühle und auch Vertrauen zu dem habe, was sie mit mir machen.

Wie lief die Auswahl der Hörgeräte?

Die Ehrlichkeit da finde ich klasse. Sie sagten, sie könnten mir auch das Teuerste andrehen, aber wir fangen mal mit der Mittelklasse an und ich könne schauen, wie ich damit zurecht komme. Und dann testeten wir auch noch eine Stufe tiefer. Da bin ich gleich am nächsten Tag wieder da gewesen. Ich hatte Kopfschmerzen, außerdem pfiff das in den Ohren.
Also stand ich vor der Entscheidung: Entweder die anderen oder wir probieren noch einmal welche aus. Eine Nummer teurer. Die sind es dann auch geworden…

Gab und gibt es irgendwelche Anpassungsschwierigkeiten?

Es scheuerte nur am Anfang rechts etwas. Das haben wir behoben und seitdem ist alles gut. Die Hörgeräte gehören für mich dazu. Wenn ich die raus nehme, hab ich das Gefühl, dass ich Ohrenstöpsel drin habe. Von Anfang an total normal.

Das hören wir auch selten. Die meisten haben am Anfang schon Schwierigkeiten…

Natürlich war das ungewohnt von den Geräuschen her. Wir haben das auch gleich im Geschäft ausprobiert und sind vor die Tür. Und das ist ja auch das Schöne in Loxstedt. Da ist der Supermarkt unmittelbar davor und ordentlich was los – viel Verkehr. Ich sagte: „Das ist aber laut hier.“

Die Nebengeräusche wie Vogelzwitschern oder Uhrenticken hörst du erst einmal. Die sind jetzt für mich auch wieder normal.
Ich denke, wenn man jünger ist, geht das ganz schnell. Ich habe jetzt eher zu kämpfen,wenn ich die Hörgeräte nicht drin habe.

Haben Sie Beispiele dafür?

Ich arbeite im Kindergarten. Da nehme ich die Kinder besser wahr. Hätte ich die Hörgeräte nicht, hätte ich arge Probleme teilweise. Ein Kind in der Menge zu verstehen, ist schwer. Vor allem, wenn die weinen – sie sprechen dann nicht klar und deutlich.
Aber auch in anderen Situationen: Ich gehe an mein Handy und stelle das ein – ob Gesellschaft, Universal, Musik, Theater… Das klappt prima mit den Hörgeräten.

Hörgeräte sind für Sie nie ein Stigma gewesen?
Ich war schon erschrocken, als die Ohrenärztin das sagte. Ich bin 44! Hörgeräte? Weil man immer denkt, dass das meistens die älteren Generationen betrifft.
Wenn man Hörgeräte hat, trifft man allerdings immer mehr, die Hörgeräte auch in diesem Alter schon tragen. Das ist wirklich normal.

Und wie lebt es sich mittlerweile mit Ihren Hörgeräten?

Ich komme mir nackt vor, wenn ich die nicht drin habe. Wenn ich sie raus nehme, ist das unangenehm still. Im Alltag vergesse ich sogar häufig, dass ich die Hörgeräte trage. Unter anderem beim Walken – da muss ich mir schon manchmal ans Ohr fassen, um zu realisieren, dass ich deswegen so gut höre.