Im Leben stehen

Rosemarie Zühlke, 71, trägt seit gut 20 Jahren Hörgeräte. Die ersten hat sie im KEIBEL-Stammhaus in Bremen bekommen. Das ist mit so guten Erinnerungen verknüpft, dass Rosemarie Zühlke zum Interview Gesammeltes rund um KEIBEL dabei hat – wie einen alten Zeitungsausschnitt mit Foto von Jochen Keibel oder eine Abschrift eines Zitates, das lange im Bremer Fachgeschäft hing.
Seit August 2018 ist Rosemarie Zühlke Kundin in Syke. Sie trägt aktuell Phonak Naida B90, angepasst von Johanna Gödecke.

Frau Zühlke, wie sind Sie bei KEIBEL Hörgeräte gelandet?

Ich hatte diese schlimme Morbus-Menière-Krankheit (Anmerkung: Morbus Menière ist eine Erkrankung des Innenohres, gekennzeichnet durch Anfälle von Schwindel, Hörverlust und Phantomgeräuschen wie Tinnitus). Damit bin ich im Diako gelandet. Der behandelnde Arzt hat mir eine Empfehlung zu Keibel, als alteingesessenem Hörakustiker, gegeben.
Die Mitarbeiter haben mich alle so lieb und nett betreut. Das war vom Feinsten. Allerdings war die Fahrerei krankheitsbedingt auf Dauer zuviel. Deswegen habe ich mich irgendwann auch entschieden, zu einem anderen Akustiker in Syke zu gehen. 2005 habe ich da nochmal Geräte bekommen. Die habe ich getragen bis zuletzt. Glücklicherweise hat dann Herr Keibel ein Geschäft in Syke eröffnet und dann wurde ich ein bisschen kribbelig und wollte wieder zum alten Haus zurück.Weil es mir gut gefallen hat.

Sie haben also von der Neueröffnung 2018 gelesen und sind sofort hergekommen?

Nicht sofort. Erst, als ich ein neues Gerät bekommen sollte. In diesem Zusammenhang wollte ich mir eine weitere Meinung einholen. Dann habe ich Frau Gödecke hier erblickt, die ich noch aus dem anderen Syker Geschäft kannte. Wir haben auf Probe einige Geräte ausprobiert. Aber mir war gleich klar, dass ich hier bleiben wollte.

Sie haben dieses Zitat aus dem Stammhaus aufgehoben? Warum? Was bedeutet es für Sie?

(liest vor):
Aufhören mit Abhören,
Zuhören statt Weghören,
Hinhören statt Überhören,
Erhören statt Verhören,
Wiederhören.

Das WIEDERHören! Das war so wichtig. Aber auch alles andere, was man in dem Zitat liest – ohne steht man wirklich neben sich. Wer gut hören kann, findet sich in der Welt besser zurecht.
Nach 13 Jahren mit den alten Hörgeräten hat Frau Gödecke festgestellt, dass ich schon hörentwöhnt war. Sie hat mir dann auch erklärt, dass die Technik fortgeschritten wäre und daraufhin haben wir dann einiges ausprobiert. Davon war ich restlos begeistert. Ich hatte vollstes Vertrauen.

Sie tragen schon solange Hörgeräte: Waren Sie jemals ein Problem für Sie?

Man muss das annehmen. Genauso, wie ich meine Erkrankung annehmen musste. Ich konnte nicht hören, dann waren Hörgeräte das beste für mich. Denn ich bin gern im Leben und lebe auch gern.
Und wenn man die Geräte schon hat, sollten die auch optimal und individuell angepasst sein. Ich bin da jetzt schon wach geworden. Sicher schreckt man vor diesen Ausgaben. Aber wenn man gern in der Welt steht, ist das wichtig. Es muss einem bewusst sein, wie viel Wert einem das Gehör ist.

Sie haben einen Strassstein in Ihrem Hörgerät. Sie schmücken sich also sogar damit…

Wenn schon, denn schon. Wenn schon Prothese, dann aber richtig. Sieht doch edel aus.