Für den vollen Musikgenuss

Ralf Poppe, 61 Jahre alt, ehemaliger Schlagzeuger und großer Musikliebhaber aus Hamburg muss nicht zwingend ein Hörgerät tragen. Er will es aber, um sein Hobby voll genießen zu können. Ralf Poppe testet aktuell das neue Styletto Connect, angepasst von Jochen Keibel.

Herr Poppe, wie hat sich das Hörproblem bei Ihnen gezeigt?

Ich bin ein „HiFi-Musik-Nerd“. Und in letzter Zeit hatte ich ganz oft den Eindruck, dass das klanglich nicht stimmte – da fehlte was. Dann merkte ich, dass ich den Fernseher lauter machen musste, als üblich. Zudem fiel mir auf, dass ich bei einer Freundin, die tendenziell eh leiser redet, in der Kneipe oder unterwegs häufiger nachfragen musste.
Zusätzlich kam immer das Gefühl, dass meine Ohren so dicht sind. Dann habe ich die mit Gegendruck kurzzeitig frei bekommen. Aber das war nicht nachhaltig. Also habe ich einen Termin bei meinem Ohrenarzt zum Hörtest gemacht. Das war im Dezember 2018.

Was kam dabei heraus?

Das Ergebnis war so, dass der Arzt sagte, ein Hörgerät sei jetzt noch nicht zwingend. Mein Ergebnis sei „altersgemäß“, erklärte er.

Und was passierte dann?

Dann war ich vor einigen Wochen zu einem Hörtest bei Jochen Keibel. Das Ergebnis sah genauso aus wie beim Ohrenarzt. Aber Jochen meinte, das sei keineswegs „altersgemäß“. Ich habe eine klassische „c5-Senke“ (Anm.: lärmbedingte Hörminderung, die sich am stärkstem im Bereich des fünfgestrichenen c bei etwa 4000 Hz zeigt), die wohl häufig bei Leuten auftritt, die viel und laut Musik gehört und/oder gemacht haben. Das trifft bei mir durchaus zu, weil ich früher ja selbst Schlagzeuger war. Das war natürlich extrem laut. Und auch heute gehe ich noch regelmäßig in Konzerte.
Also hat Jochen mir probehalber das Styletto Connect mitgegeben.

Und wie ist es seitdem?

Gut, muss ich sagen. Ich habe schon einen Unterschied beim ersten Test in der Firma wahrgenommen. Am stärksten habe ich das aber gemerkt, als ich abends fern geschaut habe und mir a) auffiel, dass ich immer weiter runter gehen konnte im Lautstärkeregler und b) feststellte, dass das Ganze sehr viel klarer und transparenter klang und ich wirklich alles verstanden habe – was sonst gerade bei Spielfilmen mit vielen Hintergrundgeräuschen echt sehr schwierig war. Das war eine so offensichtliche Verbesserung.
Womit ich nicht so zufrieden bin, ist das Hören bei Musik, was aber, wie ich hörte, angepasst werden kann und jetzt soll.

Wenn sich die Vorteile so schnell abzeichnen – was ist das für ein Gefühl, wenn der Ohrenarzt sagt, es sei nicht nötig?

Ich hab das erst einmal so abgenommen und gedacht, da ist wohl Einbildung dabei. Wenn der sagt, da muss man nix machen und sagt, das ist normal im Alter. Bestimmte Einschränkungen sind mir halt klar, merke ich ja auch in anderen Lebensbereichen.
Ich hätte das nicht weiter verfolgt, wenn ich Jochen nicht kennen würde, und ich auf diesem Wege einen Gegencheck machen konnte.
Ich war jetzt selbst überrascht, wie groß die Differenz war zwischen dem Hören mit und ohne Hörgeräte.

Wenn jetzt die letzten Probleme ausgemerzt würden – u. a. die Klangqualität beim Musikhören -, tragen Sie weiter freiwillig Hörgeräte, obwohl es in der Alltagsverständigung nicht zwingend notwendig ist?

Ja, wenn das gelingt, wäre ich sehr happy. Das wäre super. Beim Fernsehen war es ja jetzt schon eine eindeutige Verbesserung und lohnt sich allein deswegen.